Läuse
Drei Arten dieses Blut saugenden Insekts können den Menschen befallen: die Kopflaus, die Kleiderlaus und die Filzlaus. Alle treten weltweit auf.Ausgewachsene Läuse sind ca. 4,5 Millimeter lang und ernähren sich mehrfach täglich von Blut. Ihre Eier, die so genannten Nissen, kleben sie an Haare oder, im Falle der Kleiderlaus, an Stofffasern. Übertragen werden Läuse durch engen Kontakt, z.B. in überfüllten Schlafsälen.
Die Kopflaus besiedelt nur die Kopfhaut und ist am häufigsten bei Kindern am Hinterkopf und hinter den Ohren anzutreffen. Die Kleiderlaus sieht der Kopflaus sehr ähnlich, doch nistet sie sich nicht direkt auf dem Körper ein. Sie sitzt in Kleidungsstücken an Stellen mit direktem Hautkontakt, z.B. dem Kragen.
Die Filzlaus findet man hauptsächlich in den Schamhaaren. Aber sie kann sich auch auf andere behaarte Körperteile ausbreiten. Dabei erreicht sie jedoch nur selten den Kopf.
Läusebisse erzeugen Hautirritationen und starken Juckreiz. Starker Befall kann außerdem zu allgemeiner Mattigkeit führen. Doch können als Sekundärinfektionen auch schwerwiegende Krankheiten hinzukommen. Die Krankheitserreger werden von den Läusen mit dem Kot ausgeschieden und gelangen so in kleine Wunden und damit in den menschlichen Organismus. Meistens geschieht dies durch Kratzen an den befallenen Körperstellen.
Das Läusefleckfieber ist eine akute, hochansteckende Krankheit mit Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und allgemeinen Schmerzen. Die Inkubationszeit beträgt ca. 10 bis 14 Tage. Die Krankheit kommt weltweit in kühleren Regionen vor.
Das Rückfallfieber wird von der Kleiderlaus übertragen. Nach einer Inkubationszeit von 4 bis 18 Tagen kommt es zu Fieberschüben mit Kopf- und Gliederschmerzen. Diese dauern bis zu 9 Tage an und werden dann von 2 bis 5 fieberfreien Tagen abgelöst. Auf diese folgt wieder eine Fieberphase, gefolgt von einer fieberfreien. Unbehandelt kommt es zu ca. 5 Fieberphasen, bevor die Krankheit abklingt.
Der einfachste Schutz vor Läusen ist Körperhygiene. Bei Befall helfen Läuseshampoos und -seifen. Mit einem Nissenkamm werden die verbliebenen Nissen aus dem Haar gekämmt.
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