Bilharziose, Schistosomiasis
Erreger:
Parasiten, Larven von Saugwürmern (Trematoden)
Verbreitung:
Schistosoma mansoni: südliches Afrika, Brasilien, Venezuela, Surinam, Arabische Halbinsel
S. japonicum: China, Teile Indonesiens, Philippinen.
S. haematobium: südliches Afrika, östlicher Mittelmeerraum.
Risiko für Reisende:
Ein Risiko besteht beim Schwimmen und Waten in träge fließendem und stehendem Süßwasser.
Infektionsweg:
Die Schistosomalarven entwickeln sich in Süßwasserschnecken zu freischwimmenden Zerkarien. Diese dringen durch die Haut in den menschlichen Organismus ein.
Inkubationszeit:
mehrere Wochen bis Jahre
Symptome:
An den Eintrittsstellen der Larven kann es zu allergischen Hautreaktionen und Fieber kommen. Im weiteren Verlauf ist die Krankheit chronisch.
Die Zerkarien entwickeln sich zu adulten Saugwürmern, die über Jahre hinweg in den Blutgefäßen des Darms, der Blase oder der Leber leben. Hier produzieren sie Eier, welche die befallenen Organe schwer in Mitleidenschaft ziehen und zu Leberschäden führen können.
Je nach Schistosoma-Art kommt es zu verschiedenen Formen der Bilharziose mit unterschiedlichen Anzeichen.
S. mansoni, S. japonicum: Leber- und Darmbilharziose, Blut im Stuhl.
S. haematobium: Blasenbilharziose, Blut im Urin.
Prophylaxe:
Meiden von Süßwasser in Endemiegebieten. Schnelles und gründliches Abtrocknen nach Kontakt mit potenziell befallenem Wasser. Gummistiefel tragen.
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