Auf dem Markt in Chile sah ich es. Das neue Trikot von Real Madrid mit der Nummer neun und seinem Namen: Cristiano Ronaldo. So kurz nachdem der Wechsel bekannt wurde. Klar, ich musste es gleich kaufen. 4,50 Euro ist auch ein guter Preis im Vergleich zu Deutschland mit ca. 70 Euro. Doch schon nach dem ersten Waschen hingen die Ecken der Nummer runter, die Nähte öffneten sich langsam und das Material war nicht mehr so geschmeidig. Ich kaufte mir in Deutschland das Original, und mein Schnäppchen liegt wohl immer noch in einem Hostel in Südamerika.
Das schlechteste Schnäppchen
Seekrankheit durchs Autofahren erkennen
Eigentlich hätte ich es besser wissen sollen. Gegen die Seekrankheit gibt es Pillen, sprich. wenn du zwei Stunden auf einem Boot zum Riff fährst, ist es sinnvoll, so eine zu nehmen. Sonst ergeht es einem wie mir. Am Riff ankommen, sich zuerst einmal übergeben, etwas ausruhen, einen kleinen Happen essen und schon geht die Rückfahrt wieder los. Mit Tauchen war da nix mehr. Mein Kumpel hat es mir immer gesagt. Wenn du beim Autofahren liest und dir das nicht bekommt, dann wird dir auch auf einem Boot schlecht. Natürlich behauptete ich, dass das nicht stimmen konnte. Aber mir wurde beim Lesen im Auto immer schlecht – egal ob auf der Rückbank oder dem Beifahrersitz. Heute ist das immer noch so, nur nehme ich jetzt bei längeren Bootsfahrten auch immer eine Pille ein.
Alkohol und Antibiotika
Alle waren aufgeregt. Wir saßen auf dem kleinen Beiboot und fuhren in die Dunkelheit. Nach zehn Minuten waren alle bereit sich ins Wasser fallen zu lassen und ihren ersten Tauchgang bei Nacht zu absolvieren. Genauso wie eine Engländerin verletzte ich mich an einer Feuerkoralle. Beide hatten wir einen kleinen Schnitt und ließen ihn am Festland behandeln. Eine Creme und Antibiotika sollten die bösen Bakterien unschädlich machen. Ach ja, natürlich durften wir zwei Tage keinen Alkohol trinken. Die Engländerin, wen wundert’s, ging an diesem Abend fröhlich Party machen, und Bacardi Rum floss in Strömen. Ich saß in meinem Zimmer und langweilte mich. Drei Tage später war bei mir alles in bester Ordnung. Sie hatte ein geschwollenes Bein, starke Schmerzen und musste an Krücken gehen. Dies dauerte noch zwei Wochen, bis es verheilte, und während dieser Zeit trank sie dann auch nicht mehr. Tja, ein kleiner Verzicht lohnt sich manchmal sehr.
Reisekrankheiten in Indien: Cola und Süßigkeiten
Abends um 23.00 Uhr in meinem Hotel in Colombo (Sri Lanka). Der Flug nach Thiruvananthapuram (Indien) war für den nächsten Tag um 7.45 Uhr angesetzt. Meine Kumpels wollten noch ein paar Bier trinken gehen. Da ich mich nicht 100%ig fit fühlte, blieb ich zu Hause, um mich ein wenig auszuruhen. Kaum waren meine Kumpels aus dem Haus, fing es an. Üble Bauchschmerzen, Kopfweh und viele, viele Stunden auf der Toilette. Mein Bauch war leer, dachte ich zumindest. Nach dieser schrecklichen Nacht ging es um 6.00 Uhr morgens im Taxi zum Flughafen. Dort angekommen, übergab ich mich ca. zehn Minuten lang hinter dem Taxi und wünschte mich nach Hause zu Mama. Ich wusste ja, jetzt geht es ab nach Indien, was nicht die beste Voraussetzung für Heilung ist. Dort angekommen kämpfte ich mich ins Hotel, deckte mich mit Cola und Süßigkeiten ein und fing an, mich zu mästen. Nach ca. zwölf Stunden Schlaf, vier Liter Cola und Unmengen an Süßigkeiten war ich plötzlich wieder topfit. Einmal mehr: Einfach mal ruhig bleiben und Tee – ääh, Cola trinken.
Charles de Gaulle ist wirklich groß
Von Marokko nach Saarbrücken mit einem kurzen Zwischenhalt am Pariser Flughafen Charles de Gaulle. Wir standen am Gate und der Flieger auch schon. Der Abflug war aber erst in 20 Minuten. Perfekt, um mir noch schnell eine Flasche von meinem Lieblingswhisky Bunnahabhain Single Malt im Duty Free zu besorgen. Knappe acht Minuten und gerade mal 60 Euro später war ich wieder vor Gate 23A, mein Flieger leider nicht mehr. Bei so einem großen Flughafen reihen sich die Vögel etwas früher ein als auf der Startbahn bei uns in Ensheim. So hatte ich nochmals 13 Stunden Zeit, den Flughafen etwas näher kennen zu lernen.